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Weihnachtsmärkte

Wenn die Tage grau werden, wenn es immer früher dunkler wird und wenn uns die ersten Schneeflöckchen heimsuchen, dann ist es wieder Zeit für die Weihnachtsmärkte in Deutschland, ihre Buden zu eröffnen. Das Angebot an Weihnachtsmärkten ist gigantisch. In nahezu jeder Region finden die alljährlichen Märkte statt, die neben einigen Fahraattraktion den Besuchern vor allem Glühwein zum Aufwärmen und warme Waffeln verkaufen. Mittlerweile kann man diesen Brauch gar nicht mehr aus Deutschland wegdenken.
Wer einen Weihnachtsmarkt besuchen möchte, kann sich aussuchen, ob er lieber auf einen kleinen, gemütlichen, meist ländlicheren Weihnachtsmarkt in einem kleinen Ort gehen oder ob er lieber das pralle Leben auf einem großen Weihnachtsmarkt erleben möchte. Einige Weihnachtsmärkte locken in Deutschland sogar Menschen an, die in einer ganz anderen Region wohnen.
In Dresden findet sich mit einer der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Dieser Weihnachtsmarkt wird oft auch Dresdner Striezelmarkt genannt. Seinen Ursprung hat er 1434, wo er zum ersten Mal stattfand und vom sächsischen Kurfürsten Friedrich II. zu Sachsen gefördert wurde. Damit ist er einer der ältesten Weihnachtsmärkte, deren Tradition bis heute hin bewahrt wurde. Jedes Jahr versammeln sich laut alter Tradition auf dem Altmarkt in Dresden etliche Buden, die verschiedene Leckerbissen oder Pyramiden, Kerzen und allerlei zur Weihnachtszeit gebräuchlichen Gegenstände, verkaufen. Besondere Geltung kommt dem hier beheimateten Dresdner Christstollen zu. Ebenso bekannt sind die Pflaumentoffel (kleine Männchen aus Backpflaumen) und die Pulsnitzer Pfefferkuchen. Der Dresdner Striezelmarkt findet immer am Samstag direkt vor dem zweiten Advent statt. 2005 konnte er rund 2,5 Millionen Besucher verbuchen.
Stuttgart hat auch einen der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland zu bieten. Die Tradition wurde ab 1692 alljährlich übernommen und besteht bis heute. Auf diesem Weihnachtsmarkt sind rund 270 unterschiedliche Stände vertreten, die 2005 von ungefähr 3,6 Millionen Besuchern besichtigt wurden. Der Ort des Geschehens ist der Schlossplatz in Stuttgart, auf welchem dann auch ein Märchenland für Kinder aufgebaut wird, auf welchem unter anderem eine Schlittschuhbahn anzutreffen ist. Hier ist der ideale Standort gegeben, da die umliegenden historischen Plätze und Straßen des Stadtzentrums die urige Atmosphäre noch unterstreichen. Wer diesen außergewöhnlichen Weihnachtsmarkt besuchen möchte, kann sich jeden letzten Donnerstag im November zum Renaissance-Innenhof des Stuttgarter Alten Schlosses begeben.
Des Weiteren hat Nürnberg einen ebenso berauschenden Weihnachtsmarkt zu bieten. Der Christkindlesmarkt findet jährlich in der Innenstadt auf dem Hauptmarkt vor der Nürnberger Frauenkirche statt und ist immer die letzten Wochen vor Weihnachten geöffnet. Anzutreffen sind weit mehr als 150 Buden und Stände, die zum Schlendern einladen. Der Weihnachtsmarkt beginnt jeweils am Freitag vor dem ersten Advent und dauert bis zum 24. Dezember an.
Aber auch kleinere Weihnachtsmärkte können zart duftende Gewürze anpreisen und den Besucher auf einen Rundgang durch weihnachtliche Bräuche einladen. Die Größe des Weihnachtsmarktes zeugt allenfalls von seinem Bekanntheitsgrad, muss jedoch nicht gleichzeitig aussagen, dass kleinere Weihnachtsmärkte keinen Besuch wert sind.
Ein typischer Weihnachtsmarkt muss die vorweihnachtliche Stimmung der Menschen weiter anheizen können und ihnen bei einem heißen Glühwein und einer Kleinigkeit zu Essen ein romantisches Flair vermitteln, welches sie die um sie schwirrende Kälte vergessen lässt. Auf Weihnachtsmärkten werden normalerweise Süßspeisen wie Schokoladenfiguren, Zuckerwatte, gebrannte Mandeln und heiße Maronen angeboten. Daneben gibt es aber auch "Deftiges", wie heiße Ofenkartoffeln mit Quark oder Pfannkuchen sowie Waffeln und Crepes. An Getränken werden vor allem die wärmenden bevorzugt. So gehören Glühwein oder die Feuerzangenbowle zum unverzichtbaren Repertoire. Geschmückt ist der traditionelle Weihnachtsmarkt meist mit einem Weihnachtsbaum, der sich in der Mitte des Platzes befindet und mit Buden, die Weihnachtsartikel, wie in etwa handbemalte Christbaumkugeln, Kerzen oder Lametta, anbieten.

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